Llevant
Artà — So sieht man Artà zuerst: die Stadt am Hang, die Festung darüber. Der Höhenunterschied ist das Thema des Orts.
Der Llevant ist der Osten der Insel — die Gemeinden Artà, Capdepera, Manacor, Sant Llorenç des Cardassar und Son Servera. Eine Kalksteinküste, in die das Meer Dutzende schmaler Einschnitte gefräst hat, dahinter zwei alte Landstädte auf Hügeln und der größte Höhlenbestand Mallorcas.
Die Küste
Von Cala Mesquida im Norden über Cala Agulla und Cala Ratjada bis Canyamel, Porto Cristo und Cala Millor reiht sich Bucht an Bucht — meist zwischen Felsrippen, oft mit Kiefern bis ans Wasser. Die nördlichen Buchten um Capdepera liegen im Windschatten der Halbinsel und sind bei Südwind die ruhigere Wahl. Klein sind sie fast alle, und im Hochsommer früh belegt.
Was du dir ansehen solltest
Die Tropfsteinhöhlen: Coves del Drac und Coves dels Hams bei Porto Cristo, die Coves d’Artà bei Canyamel. Das Castell de Capdepera, eine vollständig ummauerte Wehranlage über dem Ort. Artà mit dem befestigten Wallfahrtsbezirk Sant Salvador über der Stadt. Und den Talaiot-Bestand der Region — Ses Païsses bei Artà gehört zu den besterhaltenen der Insel.
Wo es voll wird und wo nicht
Cala Agulla, Cala Ratjada und Porto Cristo sind im Juli und August ab dem Vormittag belegt; die Parkplätze an den Höhlen ebenfalls. Ruhiger bleibt es dort, wo man laufen muss — Cala Moltó neben Cala Agulla, die Küste unter dem Torre de Son Jaumell, oder die Colònia de Sant Pere an der Nordseite der Halbinsel von Artà.
Wann du herkommen solltest
Mai, Juni, September und Oktober. Im September ist das Meer noch vom Sommer erwärmt. Bei Nordwind liegen die Buchten südlich von Capdepera geschützt, bei Südwind die nördlichen. Zwischen November und März schließt ein großer Teil der reinen Badeorte — Artà, Capdepera und Manacor funktionieren weiter, weil dort auch außerhalb der Saison Menschen wohnen.
Alle Orte der Region
Llevant: Orte, Buchten und Sehenswürdigkeiten
Artà
Kleinstadt im Nordosten unter einer befestigten Wallfahrtskirche, umgeben von der leersten Landschaft der Insel. In der Nähe liegt Ses Païsses, eine der…
Cala Agulla
Die große Sandbucht nordwestlich von Cala Ratjada: heller Sand, Kiefernwald und Dünen dahinter, an den Rändern Felsbänke im Flachwasser. Kein Ort, kein…

Cala Anguila
Cala Anguila liegt südlich von Porto Cristo, gleich neben Cala Mandia. Zwischen niedrigen Felsen und Pinien öffnet sich ein kleiner Sandstrand mit klare…

Cala Bona
Nördlich von Cala Millor wird der Spaziergang am Meer zum Hafenbummel. In Cala Bona liegen kleine Boote direkt vor den Cafés und Restaurants. Dazu komme…

Cala Mandia
Cala Mandia, auch Cala Mendia genannt, liegt südlich von Porto Cristo. Heller Sand, klares Wasser und ein flacher Einstieg machen die kleine Bucht zum b…
Cala Mesquida
Dreihundert Meter Sand zwischen zwei flachen Felsen, dahinter ein Dünensystem im Naturschutzgebiet, über das ein Holzsteg führt. Der Strand mit dem verl…
Cala Millor
Fast zwei Kilometer heller Sand, eine autofreie Promenade dahinter, Hotels in zweiter Reihe. Cala Millor ist ein Ferienort ohne Umschweife — und einer d…
Cala Moltó
Die kleine Bucht hinter der Cala Agulla: zehn Minuten zu Fuß über den Fels, ein schmaler Sandstreifen zwischen Felsrippen, ein paar ankernde Boote — und…
Cala Ratjada
Nach Palma der zweitwichtigste Fischereihafen der Insel — und zugleich der deutscheste Ferienort Mallorcas. Drei Badebuchten in Gehweite, ein Leuchtturm…
Canyamel
Eine breite Sandbucht mit Kiefernhang dahinter, ein paar Hotels, ein Golfplatz — und sonst wenig. Der ruhigste der größeren Badeorte im Nordosten, mit d…
Capdepera
Ein Ort, den es nur gibt, weil ein König 1300 Bauern dafür bezahlt hat, hierherzuziehen. Über den Gassen steht eine der größten Festungsanlagen Mallorca…
Castell de Capdepera
Keine Burg, sondern eine ummauerte Stadt, aus der die Bewohner ausgezogen sind: Über Capdepera liegt eine der größten Festungsanlagen Mallorcas, mit beg…
Colònia de Sant Pere
1880 gegründet, seither kaum gewachsen: ein kleiner Hafen, ein kurzer Strand, eine Handvoll Lokale an einer Promenade — und im Rücken die Berge von Artà…
Coves d'Artà
Eine Tropfsteinhöhle, die sich mit einem 25 Meter hohen Portal direkt über dem Meer öffnet — der spektakulärste Höhleneingang der Insel. Innen führt ein…
Coves dels Hams
Die Angelhakenhöhlen bei Porto Cristo — benannt nach der Form ihrer Stalaktiten. Kleiner als die Drachenhöhlen nebenan, dafür in Gruppen mit Führung, mi…
Ermita de Betlem
Ein Einsiedlerkloster von 1805 im Massís d'Artà, neun Kilometer über einer schmalen Bergstraße. Bis 2010 lebten hier Mönche, heute ist es still. Wer nic…

Església de Nostra Senyora dels Dolors
Über den Dächern von Manacor steht der hohe Glockenturm der Pfarrkirche Nostra Senyora dels Dolors. Innen öffnen sich ein weites Gewölbe, reich geschmüc…

Església Nova
Mitten in Son Servera steht eine Kirche ohne Dach. Hinter dem eisernen Tor der Església Nova führen Gartenwege zwischen hohen Mauern und Spitzbögen hind…

Manacor
Manacor ist eine Stadt zum Bummeln, Einkaufen und Hinschauen. Zwischen den Geschäften öffnen sich Plätze mit Cafés, daneben ziehen sich enge Gassen durc…

Museu d'Història de Manacor
Hinter dem Rafa Nadal Sports Center liegt ein Museum, für das man sich Zeit nehmen sollte. In den alten Mauern der Torre dels Enagistes führt der Rundga…
Porto Cristo
Der Ort mit den zwei Uhrzeiten: Von zehn bis vier gehört er den Bussen, die zu den Coves del Drac fahren. Davor und danach ist Porto Cristo ein beschaul…
Santuari de Sant Salvador (Artà)
Keine Kirche mit Aussicht, sondern eine Festung mit Kirche darin: Auf dem Burgberg über Artà steht eine Wehrmauer mit neun Türmen um einen Innenhof mit…

Ses Païsses
Hinter einer Mauer aus riesigen Steinblöcken liegt am Rand von Artà eine talayotische Siedlung mit rund 3.000 Jahren Geschichte. Zwischen alten Bäumen f…
Son Carrió
Ein Dorf im Hinterland von Sa Coma und Cala Millor, das eine Kirche besitzt, die zwei Nummern zu groß für es ist: Sant Miquel, mit Rundbogenportal, Fäch…

Son Servera
Son Servera liegt im Hinterland von Cala Millor und Cala Bona. Rund um die Plaça de Sant Joan sitzen die Menschen vor den Cafés, freitags ziehen sich Ma…

Torre de Canyamel
Der Torre de Canyamel steht im Tal an der Straße zur Küste. Der mächtige Wehr- und Zufluchtsturm aus dem 13. Jahrhundert überragt die landwirtschaftlich…
Torre de Son Jaumell
Ein Wachturm von 1566 auf dem Gipfel über Cala Agulla und Cala Mesquida, heute nur noch Ruine. Der Weg hinauf dauert eine knappe Stunde — und der Blick…
Wo das liegt
Llevant auf Mallorca
- Bei Mallorca Fritz
- 27
- Davon
- 11 Sehenswürdigkeiten, 6 Küstenorte, 5 Buchten, 3 Dörfer im Landesinneren, 2 Städte
- Am Wasser
- 11 von 27 Orten
- Größter Ort
- Capdepera , 12.200 Einwohner
- Höchstgelegen
- Ermita de Betlem , 280 m über NN
- Fläche
- rund 14 % der Insel
Alle 27 Orte der Region In Google Maps öffnen
Die eingefärbte Fläche ist keine Verwaltungsgrenze — die comarques Mallorcas haben keine amtlich festgelegten Grenzverläufe. Gezeigt wird, welcher Teil der Insel den Orten dieser Region am nächsten liegt, gerechnet aus den Koordinaten der Ortsseiten.