
Eine kleine Kapelle und ein weiter Blick über Mallorca: Santa Magdalena liegt auf einem Hügel bei Inca. Die kurvige Auffahrt ist kurz, hat mit dem Rad aber steile Abschnitte. Oben schaut man über Inca zur Tramuntana und in Richtung Bucht von Alcúdia. Ein schönes Ziel zum Wandern, Radfahren oder einfach zum Schauen.
Santa Magdalena
Santa Magdalena in 30 Sekunden
Das Wichtigste auf einen Blick
Oben weiß man, wofür man hochgefahren ist.
- Lohnt sich?
- Ja – für den weiten Blick und die kleine Kapelle
- Passt zu
- Wanderern, Radfahrern und allen, die gern Aussicht genießen
- Beste Monate
- Januar–Juni, September–Dezember
- Zeitbedarf
- Für Kapelle und Aussicht circa 30–60 Minuten; Anfahrt oder Aufstieg zusätzlich
- Ohne Mietwagen
- Als Wanderung oder mit dem Rad; den Anstieg einplanen
- Parken
- Stellflächen oben bei der Anlage; Zufahrt und Durchgänge freihalten
- Highlight
- Der Blick über Inca, zur Tramuntana und Richtung Alcúdia
- Eher nichts für
- Einen schattigen Aufstieg in der Hochsommerhitze
- Zugänglichkeit
- Aussicht im Freien; Zugang zur Kapelle abhängig von der Öffnung
Mallorca fühlen. Besser entscheiden.
Santa Magdalena kennenlernen
Passt Santa Magdalena zu deinen Plänen?
Was dich hier erwartet — und was du für deinen Besuch wissen solltest.
Hier fühlst du dich wohl, wenn …
- du einen weiten Blick über das Inselinnere suchst
- du eine kurze, aber spürbare Auffahrt mit dem Rad magst
- du eine Wanderung mit einer Pause an der Kapelle verbinden möchtest
Weniger passend, wenn …
- du im Hochsommer einen durchgehend schattigen Aufstieg erwartest
- du dich auf schmalen, kurvigen Bergstraßen unwohl fühlst
Region
Raiguer
Saisonkompass — wann Santa Magdalena lohnt
November lohnt
Lohnt in Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, September, Oktober, November und Dezember.
Wo das liegt
Lage von Santa Magdalena
- Region
- Raiguer
- Gemeinde
- Inca
- Mietwagen
- empfohlen
- Lohnt für
- einen kurzen Halt
- Koordinaten
- 39.7286,2.9573
Eine kleine Kapelle über Inca
Santa Magdalena liegt auf einem Hügel bei Inca. Schon die Auffahrt führt aus der Ebene heraus. Oben stehen die Kapelle und ihre Nebengebäude an einem gepflasterten Vorplatz, dazwischen Bäume und freie Blicke ins Umland.
Die Einsiedelei ist laut der Tourismusinformation von Inca bereits seit 1284 belegt. Heute wirkt die Kapelle schlicht: Holzbänke, eine sichtbare Holzdecke und der Altarraum unter den Bögen. Bei Friedhelms Besuch war die Tür geöffnet. Wer hineingeht, kann sich einen Moment hinsetzen, bevor es wieder nach draußen zur Aussicht geht.
Inca, Tramuntana und die Bucht von Alcúdia
Man sollte sich oben nicht mit einer einzigen Blickrichtung begnügen. Auf der einen Seite liegt Inca, dahinter und daneben zieht sich die Serra de Tramuntana durch das Bild. Auf der anderen Seite öffnet sich die Aussicht in Richtung Sa Pobla und Bucht von Alcúdia.
Wie viel man erkennt, hängt von der Sicht und dem Licht ab. Friedhelm beschreibt bei passenden Bedingungen sogar den Blick Richtung Randa. Bei Dunst verschwinden die weiter entfernten Ziele, während die Felder und Ortschaften unterhalb noch gut zu sehen sind.
Für die Aussicht etwas Zeit mitbringen und rund um die Anlage verschiedene Standpunkte suchen. Gerade das macht den Besuch hier oben aus.

Mit dem Rad kurz, aber nicht ohne
Die eigentliche Straßenauffahrt ist circa 2,7 Kilometer lang. Je nach gemessenem Abschnitt werden durchschnittlich rund sechs bis sieben Prozent Steigung angegeben, mit einzelnen Rampen um zehn Prozent. Das ist keine lange Passfahrt, kann sich aber ordentlich in den Beinen bemerkbar machen.
Die Kurven unterteilen den Anstieg. Trotzdem besser im eigenen Tempo hochfahren und Wasser mitnehmen. Die genannten Kilometer beziehen sich auf den Anstieg, nicht auf eine komplette Tour ab Inca.
Bei der Abfahrt auf der schmalen Straße das Tempo anpassen. Hier sind auch Autos und andere Radfahrer unterwegs. Für Friedhelm war schon die erste Ankunft oben ein Erlebnis – einschließlich Applaus von anderen Radfahrern.

Zu Fuß oder mit dem Auto hinauf
Wer wandern möchte, kann Santa Magdalena ebenfalls als Ziel wählen. Die örtliche Tourismusinformation beschreibt neben der Zufahrt auch Abschnitte des alten Weges mit Steinstufen. Strecke und Rückweg vorher passend zur eigenen Kondition planen.
Mit dem Auto führt die asphaltierte Zufahrt bis zur Anlage. In den Kurven langsam fahren und auf Gegenverkehr achten. Friedhelm fand bei seinem zweiten Besuch vor allem die Abfahrt mit dem Blick auf den Hang eindrücklich. Wer sich auf solchen Straßen unwohl fühlt, sollte das bei der Planung berücksichtigen.
Oben gibt es auch ein Restaurant. Wer dort essen möchte, prüft vorab die aktuellen Öffnungszeiten. Für eine Rad- oder Wandertour trotzdem eigenes Wasser mitnehmen.

Im Sommer die Hitze mit einplanen
Santa Magdalena lohnt sich grundsätzlich das ganze Jahr. An klaren Tagen ist die Aussicht besonders schön. Im Frühjahr und Herbst ist ein Aufstieg meist angenehmer als mitten im Sommer.
Juli und August sind für Wanderer und Radfahrer nur bedingt zu empfehlen. Der Weg bietet wenig Schatten. Dann früh losgehen oder losfahren und die Tour der tatsächlichen Temperatur anpassen. Bei großer Hitze darf die Auffahrt auch auf einen anderen Tag warten.

Ansichten
Santa Magdalena auf Mallorca
Praktisch
- Parken
- Oben bei der Anlage auf den vorgesehenen Stellflächen
- Zeitbedarf
- Für Kapelle und Aussicht circa 30–60 Minuten; Anfahrt oder Aufstieg zusätzlich
- Hinweis
- Die Straßenauffahrt umfasst je nach Startpunkt circa 2,7 Kilometer mit durchschnittlich rund 6–7 Prozent Steigung und einzelnen Rampen um 10 Prozent. Für Wanderung oder Radtour Wasser und Sonnenschutz mitnehmen. Kapelle und Restaurant haben eigene Öffnungszeiten.
- Zugänglichkeit
- Asphaltierte Zufahrt, gepflasterter Vorplatz; auf den Fußwegen auch Stufen und unebener Boden · Rollstuhl: Keine durchgehend barrierefreie Route bestätigt; für den Zugang zur Kapelle vorher nachfragen
- Koordinaten
- 39.7286,2.9573 Google Maps Apple Karten
Was in Reichweite liegt
Sehenswürdigkeiten
In der Umgebung
Die kleinste und stillste der großen Tropfsteinhöhlen Mallorcas — ohne Bootsfahrt, ohne Lichtshow, mit einer …
Eine kleine Wallfahrtskapelle unter Kiefern bei Sa Pobla, an der Stelle einer Siedlung, die es vor dem Ort gab …
Eine der ältesten Kirchen der Insel, allein zwischen Feldern vor Campanet. Nach der Eroberung von 1229 auf einer …
Eine Wallfahrtskirche auf einem Felsvorsprung über Mancor de la Vall, seit 1275 belegt. Von der Terrasse …

Son Corró ist ein kleines vorgeschichtliches Heiligtum bei Costitx. Sechs wiederaufgerichtete Steinsäulen stehen …

Son Fred ist ein gut erhaltener Talayot bei Sencelles: ein runder Turmbau aus riesigen Steinblöcken. Durch einen …
Das geistliche Zentrum Mallorcas: eine Klosteranlage auf 525 Metern mitten in der Tramuntana, mit Gästezimmern …
Der größte Stausee Mallorcas, mitten im Massiv der Tramuntana an der MA-10. Baden ist verboten, es gibt kein Lokal …
Entfernungen ohne Zeitangabe sind Luftlinie. Auf Mallorca kann die Fahrzeit deutlich darüber liegen — wo mir das bekannt ist, steht sie dabei.
Von diesen Orten aus erreichbar
Von hier aus
Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Santa Magdalena
Wo liegt Santa Magdalena auf Mallorca?
Die Ermita de Santa Magdalena liegt auf dem gleichnamigen Hügel bei Inca. Von oben blickt man über die Stadt, zur Tramuntana und in Richtung der Bucht von Alcúdia.
Wie steil ist die Auffahrt mit dem Rad?
Für den eigentlichen Anstieg werden circa 2,7 Kilometer mit durchschnittlich rund 6–7 Prozent Steigung angegeben. Einzelne Rampen erreichen um 10 Prozent. Die Werte unterscheiden sich je nach Startpunkt und Messung; die Anfahrt aus Inca kommt hinzu.
Kann man mit dem Auto hinauffahren?
Ja, eine asphaltierte Straße führt zur Anlage. Sie ist schmal und kurvig. Langsam fahren, auf Gegenverkehr und Radfahrer achten und oben nur auf den vorgesehenen Flächen parken.
Ist die Kapelle immer geöffnet?
Bei Friedhelms Besuch war die Kapelle zugänglich. Eine tägliche oder durchgehende Öffnung ist damit nicht zugesagt. Die Aussicht lässt sich vom Gelände im Freien genießen.
Wann lohnt sich Santa Magdalena?
Grundsätzlich ganzjährig, besonders bei klarer Sicht. Juli und August sind für den Aufstieg wegen der Hitze nur bedingt geeignet. Für Wanderung oder Radtour kühlere Stunden wählen.
Praktisches auf einen Blick
Wann ist die beste Reisezeit für Santa Magdalena?
Für einen Besuch empfehlen sich diese Monate: September bis Juni.
Lohnt sich Santa Magdalena im Juli und August?
Im Juli und August lohnt sich ein Besuch mit Einschränkungen. Wenig Schatten auf dem Aufstieg. Bei großer Hitze die Wanderung oder Radtour auf kühlere Stunden oder einen anderen Tag legen.
Braucht man für Santa Magdalena einen Mietwagen?
Empfohlen. Es geht auch ohne, mit Auto ist Santa Magdalena aber deutlich einfacher zu erreichen.
Wo kann man bei Santa Magdalena parken?
Oben bei der Anlage auf den vorgesehenen Stellflächen.
Ist Santa Magdalena mit Kinderwagen oder Rollstuhl machbar?
Wege und Untergrund: Asphaltierte Zufahrt, gepflasterter Vorplatz; auf den Fußwegen auch Stufen und unebener Boden. Mit Rollstuhl: Keine durchgehend barrierefreie Route bestätigt; für den Zugang zur Kapelle vorher nachfragen.
Text und Fotos: Friedhelm Fischer. Seit 2013 auf Mallorca unterwegs — mit dem Rad, zu Fuß und mit der Kamera.